Eine schöne Anzahl Personen folgten dem Programm von Elsbeth und Heidi für die Wandertage in Adelboden.
Denjenigen welche bereits am Sonntagmorgen anreisten bot sich die Möglichkeit eine kleine Einlauftour zum Restaurant Schärmtanne zu unternehmen. Einige bevorzugten dazu den Bus zu nehmen.
Pünktlich zum Apéro waren dann alle im Hotel Steinmattli, welches uns bis Donnerstagvormittag vorzüglich beherbergte. Nach dem ersten mehrgängigen Nachtessen gab’s noch einen kurzen Schlummertrunk, bevor sich doch einige in ihre Zimmer zurückzogen.
Das schöne Wetter nutzend war am Montagmorgen die erste Wanderung angesagt. Die etwas Marschtüchtigeren folgten Ueli auf dem Weg zur Tschentenalp. Nach einem doch etwas anstrengenden Aufstieg erreichte die Gruppe die Eisenskulptur von Bernhard Luginbühl, wo der verdiente Schluck aus der Trinkflasche genossen wurde. Einige Meter weiter hinten wurde alsbald das Picknick eingenommen oder liessen sich zu einem Mittagessen im Bergrestaurant nieder. Die Ganztüchtigen erklommen aber vorher den Schwandfeldspitz und bestaunten das herrliche Bergpanorama von Gsür, Albristhorn, Tschingellochtighorn und sogar des Wildstrubelmassivs.
Auf Anregung von mir wanderten wir nach der Mittagspause zum Schärmtannenbeizli hinunter, wo wir aber mit Erstaunen feststellen mussten, dass das Personal den Wirtesonntag genoss. Gottlob kam aber sofort ein Bus welcher uns nach Adelboden zurückführte, wo dann das verdiente Bier getrunken werden konnte.
Ein Teil der Gruppe bevorzugte aber die Variante mit Thomas um mit der Seilbahn zur Tschentenalp hoch zu fahren, war doch die Fahrt hinauf dank der Gästekarte kostenlos. Nach dem weitsichtigen Panorama-Rundblick, ging ein Teil der Gruppe auf den Weg zum Schwandfälspitz, die andern nahmen den darunter verlaufenden Panoramaweg. Wieder vereint gings zum Picknick oder ins Restaurant zur Mittagsrast. Alle zusammen gingen in östlicher Richtung zur Luginbühl-Eisenplastik, von dort folgten die Gruppe mit Thomas einem eingezeichneten Fussweg den man keinenfalls als Fussweg bezeichnen konnte, mit teils unpassierbaren Stellen, endend an einem Stacheldrahtzaun. Dank einem Sackmesser konnte eine Hagraffe gelöst werden und so konnte der obere Stacheldraht soweit angehoben werden, dass ein Durchschlüpfen möglich war. Die Gruppe erwies sich vor diesem Hindernis als geduldig und danach kämpferisch um den letzten kurzen steilen Anstieg zur Tschentenalp.
Am Dienstagmorgen entschieden Heidi, Ueli und Thomas, sich bei optimalem Wetter mit Bus und Gondelbahn Richtung Hahnenmoospass zu verschieben. Als Dreier-Gruppe nahmen sie den Aeugi-Lowa Bergweg in Angriff. Mit Umrundung des Rägeboldshore ging es dem Einstieg entgegen. Mit gewissem Respekt gegenüber der Ungewissheit was sie erwarten sollte, stiegen sie stetig auf schmalem teils mit Ketten gesichertem steinigem Weg nach oben. Bedachtemschrittes näherten sie sich den Metalltreppen welche zu einer hölzernen Schutzhütte führte, dort durchquerte die Gruppe einen sehr engen Felsspalt, um in ähnlichem, abschüssigen Gelände, jedoch mit einer traumhaften Aussicht, den Aufstieg zu meistern. Auf einem Bödeli, wo eine Trinkpause verdient war, winkte der Gruppe ein Gleitschirmflieger zu und das Massiv des Wildstrubels war beeindruckend nahe. Der Weg verlor sich in einer Geröllhalde und die Drei waren froh als sie den sichtbaren Weg wieder erblickten. Über einen Grat erreichten die Wagemutigen den höchsten Punkt den Ammertenspitz. Voller Freude, Stolz und Dankbarkeit beglückwünschten sie sich. Neben dem Gipfelkreuz wurden die obligaten Fotos geknipst, dann dem serpentinen-rutschigen Abstiegspfad zum Ammertenpass folgend. Unterhalb diesem machte sich der Hunger merkbar und die Gruppe nahm in Begleitung von zutraulichen Schafen, das Picknick ein. Von da an ging es anspruchsvoll hinunter in den Engstligenalpkessel, dem Ziel entgegen.
Die restlichen WanderInnen und Wanderer bestieg den Bus bei der Post und fuhr Richtung «Unter dem Birg», um mit der Gondelbahn, wiederum gratis zur Engstligenalp hoch zu fahren. Einige Landwirte kennen aber das Wort Busfahrplan nicht, nur so konnten sie eine Viehherde eine Minute vor dem Bus auf die Strasse lassen. Dennoch mit einiger Verspätung kamen wir schlussendlich bei der Talstation an.
Die Gruppe mit Elsbeth startete oben zeitnah die Wanderung um das Dossenseeli zu erreichen, der Aufstieg kostete uns aber ein paar dicke Schweisstropen. Dafür konnten wir uns dann am Ufer des Bergsees gut verköstigen und uns vom Aufstieg gut erholen. Aber auch der Abstieg war ziemlich happig und auf der Engstligenalp waren doch alle sichtlich stolz und froh diese Tour gemeistert zu haben. Die restliche Gruppe wanderte im Talboden der Alp.
Beim abendlichen Essen waren dann alle wieder beisammen und schon konnte das Programm vom Mittwoch besprochen werden.
Angesagt war die Fahrt mit den Gondeli auf Sillerenbühl, wo einige den Weg zum Laveygrat unter die Füsse nahm und erstaunlich alle anderen folgten dem schönen Blumenweg bis auf den Hahnenmoospass. Übrigens die schönste Zeit um die vielen Blumen zu bestaunen wäre Ende Juni anfangs Juli. Auf dem Hahnenmoospass entschieden sich zwei Gruppen zum Luegli weiter zu marschieren und dann auf dem anspruchsvollen Hüendersädelgrat und Nassberg schlussendlich das Geilsbrüggli zu erreichen. Keine Minute zu früh kamen wir im Geils an, begann es doch grad an zu regnen. Bei diesem leichten Regen erreichten wir nach einem Trinkhalt zu Fuss das Bergläger, wo uns die Gondelbahn wieder heil nach Adelboden zurückbrachte.
Die Gruppe welche auf dem Hahnenmoopass die Wanderung beendeten, fuhren mit den Bergbahnen via Geils-Bergläger zurück auf Sillerenbühl um dort das Mittagessen einzunehmen. Für die anschliessende Rückfahrt war wieder die Sillerenbahn bequem.
Nun begann dann der Abschiedsabend im Hotel. Im Steinmattli waren wir wirklich sehr gut aufgehoben und wurden vom sehr freundlichen Personal bedient und verwöhnt.
Leider mussten dann die für Donnerstagmorgen geplanten Wanderungen wegen des schlechten Wetters abgesagt werden. So verabschiedete sich die ganze Gesellschaft nach zehn Uhr vom Personal und fuhren gemeinsam Richtung Heimat.
Vorzüglich organisierte Wandertage fanden somit ein Ende und die ganze Wandergruppe bedankte sich bei Elsbeth und Heidi ganz herzlich für die tolle Organisation und war froh unfallfreie Wandertage erlebt zu haben. Eine Würdigung den beiden Organisatorinnen erfolgt dann an der Schlusswanderung im Bären Dintikon.
Verfasst von: Thomas Mende und Peter Rufer, beide Teilnehmer.





