Derborence

17.07.2026. Der Wetterbericht in der Woche vor der Wanderung nach Derborence machte den Entscheid der Durchführung nicht leicht. Darum beglückwünsche ich den Mut von Heidi die Wanderung durchzuführen. Tatsächlich beim Verlassen des Lötschbergtunnels empfing uns schönes Wetter und das begleitete uns den ganzen Tag.
Nach dem Startkaffee, erwartete uns 20 Teilnehmende die spektakuläre Postautofahrt ins Vallée Lizerne. Passierend die vielsagenden Dörfer Erde und Aven begann die Fahrt entlang der Felswand, mit links einem furchterregenden Ausblick in die tief unter der Strasse verlaufenden Schlucht, nach Derborence. Einige bevorzugten auf der rechten Seite des Busses zu sitzen um nicht in die Tiefe schauen zu müssen. Enge kurvenreiche Tunnels erforderte vom Postautochauffeur volle Konzentration und zentimetergenaues fahren.
Die Gruppe welche die längere Wanderung mitmachen wollte, stieg bereits in Godey aus und der Rest fuhr mit Paul bis Derborence.
Umgehend begann die Wanderung Richtung Staumauer des Lac Godey und schon nach kurzer Zeit kam eine Kapelle in Sicht welche vor einigen Jahrhunderten gebaut wurde.
Als wir die Krone der Staumauer erreichten sahen wir wie mit einer grossen Maschine Schwellholz aus dem See entfernt werden musste. Das Wasser des Sees bedient ein Kraftwerk weit unten im Rhonetal.
Bald schon mussten wir unsere Wanderung wieder stoppen, da der Wanderweg durch einen grossen Stein blockiert war. Daher hiess es auf der Asphaltstrasse das Hindernis zu umgehen, bevor einige Zeit später auf den Wanderweg zurückgekehrt werden konnte. Wir passierten auch Stellen wo Lawinen und Unwetter den Wald auf grosser Breite einfach umlegte und für die Waldarbeiter monatelange Arbeiten beschert.
In einem geschützten Waldstück konnten wir picknicken, knurrte der Magen doch gewaltig.
Danach erreichten wir bald Derborence. Der See und die zu- und abfliessenden Bergbäche waren von den vielen Unwettern braun und zum teil unpassierbar. Einzig der Lac Bleu und ein anderer namenloser See welche wir nach dem Abstieg erreichten, waren schön blau.
Am Ziel wieder in Godey blieb etwas Zeit um unseren Durst zu stillen, bevor uns die abenteuerliche Postautofahrt nach Sion wieder erwartete.
In den reservierten Wagen ging’s dann zügig Richtung Heimat.

Peter Rufer, Teilnehmer

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