03.07.2026 Als wir den Bahnhof Sargans verliessen, war unsere Wandergruppe von 17 treuen Mitgliedern komplett und vergnügt steuerten wir den Ausgangspunkt Reichenau-Tamins an.
Nachdem der Wetterbericht verheissungsvoll war, wurden wir Richtung Chur eines besseren belehrt, regnete es doch zeitweise. Aber gottlob war es ab Reichenau trocken. Das obligate Startkaffee gönnten wir uns im idyllischen Bahnhofbuffet Reichenau, wo wir sehr freundlich empfangen wurden.
Pünktlich um 10 Uhr starteten wir unsere Wanderung welche sehr spektakulär begann und manch einer fragte sich, wie überqueren wir überhaupt den Zusammenfluss von Hinter und Vorderrhein. Aber die Ingenieure haben etwas studiert und montierten unter der Eisenbahnbrücke einen metallenen Fusssteg. Über unseren Köpfen ratterte die Rhätischen Bahn Richtung Disentis und wir passierten trockenen Fusses den Zusammenfluss der beiden Flüsse. Daneben bestaunten wir die neue Eisenbahnbrücke, welche die Züge Richtung Albula fahren liessen. Nach dem passieren der Brücke waren wir immer noch nicht auf der linken Seite des Vorderrheins. Also passierten wir nach ein paar hundert Metern nochmals eine metallene Eisenbahnbrücke um auf den Wanderweg Richtung Trin zu gelangen.
Nun ging es dem Vorderrhein entlang, passierend eine Hinweistafel welche uns eindrücklich zeigte wie hoch der Rhein 1927 und 1987 die Riunalta hinunterfliess. Man konnte sich gar nicht vorstellen wie gross die Gefahr damals war. Immer schön dem Fluss entlang wandernd erreichten wir nach neunzig Minuten Trin, wo wir dann die angekündigte Hängebrücke passierten. Jetzt begann ein ziemlich happiger Aufstieg welcher einiges an Energie und Kondition verlangte, aber souverän erreichten Alle nun den Weg der angenehm zum Blockhaus Bot Mulins führte. Einen wunderbaren gedeckten Picknickplatz mit Tischen und Bänken liess uns unser Essen verzehren. Was wir aber nicht begriffen haben, warum man den Platz nur mit schriftlicher Genehmigung der Gemeinde Bonaduz hätte benutzen dürfen !! Nach der ausgedehnten Mittagspause, erreichten wir nach dreissig Minuten den Bahnhof Bonaduz und erwischten grad noch einen früheren Zug. Dafür reichte dann die Zeit noch, um auf dem Bahnhofplatz Chur unseren Durst zu löschen. Alsdann ging’s dann in den reservierten Wagen zügig Richtung Heimat, wo ein Wandertag endete welcher ziemlich begeisterte.
Peter Rufer, Wanderleiter



